macrules  macrulez...

Eins für die alten Säcke. Für alle beide. Und die anderen!

Campino bringt es da so schön auf den Punkt… Breit wie eine Haubitze und sowas von textfest. Howauchever, was Campino für mich zum Schwur gemacht hat: “Wir sind noch keine 60…”

Dieses Album (Damenwahl, BTW) ist im Original mal irgendwann gegen Ende der 1980′er Jahre (EDIT: 1986) rausgekommen sein.  Wieder eins dieser Hosen-Alben voller Hymnen fürs Wochenende und zum Überleben der Tage dazwischen. Es hat vielen Bierflaschen den Hals und einigen Mädels den Glauben an die “was-auch-immer” geraubt. Punk. Liebesschwüre, Punk, Alkoholtraumata, Punk, dicke Schädel, Punk, Punk!

Eine meiner besonderen Erinnerungen daran gilt dem Auftritt der Hosen im Tor 3 in Düsseldorf am zweiten Weihnachtstag um diese Zeit des Mauerfalls/Dekadenende oder Beginn.
Who cares.
Sämtliche Tankstellen um den Veranstaltungsort waren trocken, im Gegentum zu etwa 5.000 Jüngern, die sich im Tor 3 gute drei Stunden durch die Show gepogot haben. Meine Eltern standen kurz vor der Überlegung einer postnatalen Abtreibung oder wenigstens einer Entfamiliesierung. Es hat diverse Partys im ersten eigenen Heim und einiger heißwarmer Worte meines Freundes und damaligen Wohnungsnachbarn bedurft, sie halbwegs wieder auf den Boden der Tatsachen zu holen.
Immerhin ist er zwölf Jahre älter als ich und damit eine Respektsperson für sie. Auch wenn es da mal Getuschel gab. Von wegen Alkohol und etwas wie “lack of girls”. Es galt zu begreifen, daß “der Jung” nu selbst losrockt. Hat auch gut geklappt. Danke, Werner, danke Familie!

Die Wochenenden zu viert plus Mädels durch die Kölner Studentenszene, die Hymne (Bis zum bitteren Ende) auf den Lippen, hatten wir wohl allein aufgrund unserer preußisch-lulatschigen Erscheinung den Vorteil, nicht von jedem vollgepfosteten Jura-Studentenhänfling einen Zahnreset zu bekommen. Hätte eh nicht geklappt. Die Partys fingen Freitag Abend gegen 20 Uhr an und hörten Montagmorgen um 4 Uhr auf. Dazwischen… diverse Herzen, Schlüpfer, Bierflaschen und Taxikonsolen gebrochen.

Nun, man wird alt (hoffe ich!) und erinnert sich. Mit viel Spaß inne Backen. Mittlerweile ist der größte Teil der Bande verheiratet und verkindert. Außer mir. Uns. Frau Königlich und macrules. Wir kennen sich nun gut einundzwanzig Jahre, mit etlichen guten und blöden Unterbrechungen und sind kurz davor, dieses angeblich verflixte siebte Ehe-Jahr abzuschließen. Ich freue mich auf die nächsten sieben. Und die folgenden siebzig.

Die Party-Zeiten driften auseinander. Trifft die Bande sich, sind die letzten zwanzig Jahre weggeblasen. Nur der Kater danach, der ist von heute und übermorgen. Überirdisch. Man wird alt™. Aber ich wiederhole mich :)

Und, ähem, er natürlich.

Alle Regler auf Ölf…

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